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Abbau und Ressourcen

Die Ziegelindustrie ist eine Rohstoffindustrie, die vom Aau natürlicher Ressourcen für die Gewinnung ihrer Ausgangsmaterialien Ton und Lehm abhängt. Dieser Prozess kann in nachhaltiger Art und Weise und mit anschließender Wiederherstellung gehandhabt werden.
In Bezug auf den Aau der Ressourcen ist für den Industriezweig eine Langzeitplanung von entscheidender Bedeutung, um die Versorgungssicherheit garantieren zu können und dadurch Investment anzuregen.

Soziale Aspekte

Der Abbau der Rohstoffe und die Herstellung der Ziegel finden fast ausschließlich im ländlichen Raum statt. Dadurch ist es dem Industriezweig möglich, dauerhaft stabile Arbeitsplätze in ländlichen Gemeinden zu schaffen. Die gewachsene Beziehung zwischen Hersteller und Gemeinde kann viele der Nachhaltigkeitskriterien im sozialen Bereich erfüllen.

Ökologische Aspekte

Das Endprodukt und seine Eigenschaften werden durch die Ausgangsmaterialen bestimmt. Der Aau von Ton und Lehm ist in den meisten Fällen direkt an den Produktionsprozess gekoppelt. Es entstehen zudem wenig Abfallprodukte, da der Aau nur ökonomisch ist, wenn der Prozentsatz des nutzbaren Rohstoffes im Verhältnis zum nicht nutzbarem Material hoch ist. Die Tongewinnung ist kein andauernder Prozess, so dass die unmittelbare Belastung und Landschaftsänderungen sehr gering sind. Verglichen mit anderen industriell genutzten Rohstoffen sind Aaumenge und -rate sehr gering, wobei sich für ausgetonte Gruben zugleich viele positive Nutzungsmöglichkeiten im Umwelt- und Sozialbereich, beispielsweise als Naturschutzgebiete oder als Erholungsstätten, ergeben.

Abbau und Sanierung

Die Ziegelindustrie stellt eine große Produktpalette aus einem vielfältigen Angebot natürlicher Ressourcen her. Um die Lebensqualität zukünftiger Generationen zu sichern und zu verbessern stellen wir uns folgende Aufgaben:

  • Schutz natürlicher Ressourcen:
  • Die Ziegelindustrie garantiert, dass der Rohstoff nur nachfragebedingt gefördert und kein Überschuss produziert wird.
  • Minimierung von Umweltbelastungen bei Aau und Transport,
  • Minimierung des Abfallaufkommens und die effiziente Nutzung der Materialien,
  • Verbesserung des Umweltqualität in und um stillgelegte Tongruben,
  • Kein Rohstoffaau in Gebieten, die für Landschafts- und Naturschutz vorbehalten sind.

Der Tonaau für die Herstellung von Bauprodukten stellt nur einen kleinen Prozentsatz des gesamten Mineralaaus dar und beläuft sich auf ungefähr 5%. Die Landnutzung beim Aau ist relativ gering, da die Lagerstätten meist tief gelegen sind, und dementsprechend auf kleiner Fläche viel Ton abgebaut werden kann. Erfolgt der Aau in Deltagebieten, wo die Tone relativ flach an der Oberfläche gelagert sind, wird der Aau mit geringst möglicher Boden- und Landschaftszerstörung vorgenommen.

Ziegeleien befinden sich zumeist in unmittelbarer Nähe zu den Tonlagerstätten, wodurch die aufgewandte Energie für den Materialtransport minimiert wird. Ziegelfirmen haben freiwillig Verfahrensregeln entwickelt, die alle Aspekte vom Aau bis hin zur Sanierung abdecken. Diese Verfahrensregeln nach dem Stand der Technik regeln Maßnahmen das Landschaftsbild betreffend, die Luftreinhaltung und den Lärmschutz, die Reduzierung ökologischer Eingriffe und deren Auswirkungen sowie die Wiederherstellung und Nachsorge.

Obwohl der Abbau von Tonen als ökologischer Eingriff gilt, hat er trotzdem das Potenzial für positive Auswirkungen, beispielsweise durch die Entstehung von Naturreservaten, Seen oder die Entstehung von Mülldeponien. Stillgelegte Tongruben sind natürlicherweise undurchlässig, wodurch sie sich zur Müllentsorgung besonders gut eignen.

Das in Mülldeponien entstehende Gas kann in den nahe gelegenen Ziegelwerken oder anderswo genutzt werden, was wiederum die Nutzung und Abhängigkeit von nichterneuerbaren Energiequellen reduziert. Saniertes Gelände der ausgetonten Gruben kann als Erholungsgebiet genutzt oder auch in für Land- und Forstwirtschaft nutzbares Gelände umgewandelt werden.

Extraction

Ressourcenmanagement

Es muss bedacht werden, dass der Zugang zu Bodenschätzen von anderen Flächennutzungsformen blockiert werden kann. Es liegt im gesellschaftlichen Interesse, den Aau von Rohstoffen mit anderen Nutzungen zu kombinieren. Der Rohstoffaau ist stark reguliert durch die Flächennutzungsplanung, bei welcher folgende Punkte beachtet werden müssen:

  • Einbeziehung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte in den Planungsprozess,
  • Kenntnis der Rohstoffvorkommen,
  • Eignung und Qualität der Rohstoffvorkommen,
  • Entwicklung eines integrierten Ansatzes zur Erhaltung von Ressourcen,
  • Umsetzung langfristiger Planungsstrategien, einschließlich der Sicherung der Versorgung,
  • Berücksichtigung von Flächennutzung und anderer nachhaltiger Ziele im Planungsprozess,
  • Bearbeitung von Rohstoffbelangen auf allen administrativen Ebenen.

Die Verwaltung und das Management von Ressourcen ist für das produzierende Gewerbe fundamental. Die Verantwortung liegt allerdings nicht allein bei der Industrie, sondern auch bei der Politik. Unsere Industrie ist zu Investitionen bereit, wenn die sichere Rohstoffversorgung garantiert werden kann.

Idealerweise sollte der Planungsprozess drei Projektionsebenen beinhalten:

  • Langfristige Möglichkeiten (mehr als 25 Jahre)berücksichtigen
  • Mittelfristige Wahrscheinlichkeiten (12-25 Jahre)
  • Kurzfristige Sicherheiten (1-12 Jahre)

Deshalb ist es wichtig, dass die Belange der Ziegelindustrie auf europäischer und nationaler Ebene berücksichtigt werden, um

  • sicherzustellen, dass Entwicklungsplanungen spezielle Belange der Ziegelindustrie berücksichtigen,
  • zu garantieren, dass Planungsrichtlinien eine nachhaltige lang-, mittel- sowie kurzfristige Versorgungssicherung mit Ton und Lehm beinhalten und die relevanten Parteien über Entwicklungen informiert werden,
  • geographische Unterschiede in Bezug auf die wirtschaftliche Bedeutung von Tonvorkommen, Produktionszentren und Märkten zu berücksichtigen,
  • eine vielseitige Rohstoffversorgung zu sichern, um eine Angebotspalette gewährleisten zu können, die den verschiedenen Produktanforderungen entspricht,
  • den Produkt- und Rohstofftransport sowie das Wachstum im Import/Export von Ton und anderen Materialien über Verwaltungsgrenzen hinaus zu berücksichtigen.

Wenn diese Belange berücksichtigt und die auftretenden Probleme sowohl von den Produzenten als auch von den Behörden adressiert werden, wird eine solide Grundlage geschaffen mit der sich Investment in den Industriezweig rechtfertigen lässt, im Interesse derer, die Wohnraum auch zukünftig benötigen.

Ökonomische Aspekte

Ton ist eines der ältesten Baumaterialien und sein Abbau wurde entsprechend der Nachfrage betrieben.
Heute stellt man sowohl konventionelle als auch alternative Produkte her, um die Nachfrage auf hohem Niveau zu halten.
Die Entwicklung neuer Produktionsweisen und Produkte erhält Mauer- und Dachziegel als konkurrenzfähiges Baumaterial mit guter Qualität, langer Haltbarkeit und minimalem Unterhaltungsaufwand.

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